Ihre Vorsorge

Die eigene Vorsorge planen – wie geht das? Wesentlich ist, den Istzustand zu ermitteln und sich deutlich zu machen. Wie hoch ist meine voraussichtliche gesetzliche Rente? Wie bin ich krankenversichert? Welche Absicherung besteht für die Familie, bei Berufsunfähigkeit oder im Pflegefall?

In einem zweiten Schritt muss man sich Ziele setzen. Welche Versorgung will ich im Alter haben, welche gesundheitliche Versorgung ist mir wichtig und welche Unterstützung braucht die Familie, die Kinder? Was ist, wenn ich nicht mehr arbeiten kann, berufsunfähig bin oder sogar ein Pflegefall?

Welche Wege zu meinem Versorgungsziel gibt es eigentlich? Einmal die staatlich und steuerlich begünstigten Möglichkeiten mit Einschränkungen in der Vertragsgestaltung. Aber auch viele Möglichkeiten im Vermögensaufbau, die nicht staatlich reglementiert sind.

Grundsätzlich ist entscheidend, sich nur so viel an monatlicher Belastung für die jeweilige Versorgung zuzumuten, wie man sich langfristig und unter erschwerten Bedingungen auch leisten kann.

Die geplante Versorgung sollte man dann nicht für Jahrzehnte in die Schublade legen, sondern in jungen Jahren in größeren Abständen prüfen. Ab dem 50. Lebensjahr ist eine jährliche Kontrolle und Anpassung der Zahlen unentbehrlich.

Damit Sie die richtige Mischung planen können, helfen wir bei der Berechnung der gesetzlichen Rente, der Suche nach der besten gesetzlichen Krankenkasse, erstellen Ihnen eine Versorgungsanalyse und kennen die Bausteine, die Ihre Versorgung individuell abrundet.



Hier einige Beispiele zu Versorgungslösungen:

Krankenversicherung

Gesetzlich oder privat, die Frage, die sich Angestellte mit einem Gehalt von über 4.462,50 € monatlich bzw. 53.550 € jährlich und Selbstständige stellen sollten. Liegen Sie über diesen Zahlen oder sind selbstständig, ist ein Wechsel in die Private Krankenversicherung (PKV) möglich.

In der öffentlichen Wahrnehmung waren für die meisten Wechsler in die PKV zwei Punkte ausschlaggebend: die PKV ist billiger und besser. Und dieser Gedanke hat Konsequenzen. Wer in die Billigtarife der Versicherer eingestiegen ist, ohne die Inhalte richtig zu prüfen, merkt heute, dass oft gravierende Versicherungslücken bestehen und die Versicherer Beiträge gravierend anheben müssen.

Vernünftig ist, die versicherten Leistungen intensiv zu prüfen. Die Familiensituation und die zukünftige Familienplanung zu berücksichtigen und dann zu entscheiden, ob Sie Ihre medizinische Versorgung selbst bestimmen wollen oder sich der staatlichen Reglementierung überlassen.

Vernünftiger Krankenversicherungsschutz ist nicht zur Billigprämie zu haben! Es geht nicht darum, das Schnupfenmittel zu versichern. Man muss bei schwersten Krankheiten gut aufgehoben sein.       

Risikobewertung: sehr wichtig

Zusatz-Krankenversicherungen

Wer sich nicht privat versichern kann, sollte zuerst prüfen, welche der Gesetzlichen Krankenversicherer (GKV) die besten Leistungen anbietet. Nur der Beitrag mit zurzeit 15,5 % ist bei allen gleich. Ansonsten schöpfen die GKVs die Möglichkeiten aus, die ihnen der Gesetzgeber lässt, um konkurrenzfähig zu sein.

Wir helfen Ihnen, die richtige GKV für sich und ihre Familie zu finden. Ergänzen sollte man dann den Baustein „stationär“ mit Leistungen im Krankenhaus, mit freier Arzt- und Krankenhauswahl. Bei schweren Krankheiten kann eine solche Zusatz-Krankenversicherung auch lebensrettend sein.

Zu überlegen sind die Bausteine Zahnersatz und Zahnbehandlung. Das kann ganz schön teuer werden, wenn mehrere Zähne ersetzt werden müssen.

Weniger wichtig erscheint uns eine ambulante Zusatzversicherung und nur wer ganz großen Wert auf Brillenerstattung und Heilpraktiker-Leistungen etc. legt, kann diese auch in einem Zusatzbaustein versichern.
   
Risikobewertung: unterschiedlich wichtig

Pflegeversicherung

Neben der Krankenversicherung ist die Pflegeversicherung eine der elementarsten Versicherungen. Nicht umsonst hat der Gesetzgeber die Pflege-Pflichtversicherung eingeführt.

Aber Kosten von durchschnittlich 3.360 € monatlich in der stationären Pflegestufe III steht nur eine Leistung von 1.550 € aus der gesetzlichen Pflegekasse gegenüber. Bei Demenz gibt es nur bis zu 200 €. Also eine Teilkasko-Versicherung als Basisversorgung. Schließen Sie die Lücke im Pflegefall mit einer Pflegezusatzversicherung.

Besonders nötig ist die Absicherung von Kindern, deren Zukunft auch im Krankheits- und Pflegefall ein besonderes Anliegen sein muss.

Risikobewertung: sehr wichtig

Berufsunfähigkeit

Meist sichert nur die eigene Arbeitskraft ein regelmäßiges Einkommen. Schlecht dran, wenn der Arzt plötzlich Berufsunfähigkeit aus körperlichen oder psychischen Gründen fest stellt und man sich das gar nicht leisten kann. Nicht leisten kann während der aktiven Berufsphase, die dann auch noch Auswirkungen auf die spätere Altersvorsorge hat. Auch die fällt dann sehr viel magerer aus, weil man nicht vorsorgen konnte. Das sind drastische Einschnitte in einem Leben. Über 2 Mio. Menschen in Deutschland sind erwerbs- bzw. berufsunfähig.

In der gesetzlichen Versorgung gibt es den Begriff der Berufsunfähigkeit für nach 1960 Geborene nicht mehr. Die Versorgung beschränkt sich auf die Erwerbsunfähigkeit und stellt die Frage nur, ob man voll erwerbsunfähig ist, weil man nicht mindestens 3 Stunden täglich arbeiten kann oder ob man teilerwerbsunfähig ist, weil man noch mindestens 3 bis 6 Stunden arbeiten kann. Die Art der Arbeit spielt keine Rolle.  

Also Vorsorge durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Priorität genießt hier die intensive Prüfung der Versicherungsbedingungen vor jeder Prämienhöhe. Genau zu berechnen ist auch die zu versichernde Rente, damit die Preisentwicklung nicht die versicherte Rente auffrisst.     

Risikobewertung: sehr wichtig

Risiko-Lebensversicherung

Ein ideales Instrument zur Absicherung der Familie oder Sicherung von Krediten z.B. beim Hausbau oder Finanzierung Ihrer Unternehmensidee. Mit günstigen Risikoprämien wird hier das reine Risiko abgesichert. Ein Sparanteil besteht nicht und eine Auszahlung ist nicht vorgesehen.

Variationen sind auch die Versicherung auf „zwei oder mehrere Leben“. Hier wird die Versicherungssumme nur einmal fällig. Sinnvoll, wenn sich Eheleute oder Geschäftspartner gegenseitig absichern wollen.

Für Finanzierungen empfiehlt sich auch die „fallende Risiko-Lebensversicherung“, die sich analog der jährlichen Tilgung reduziert.

Risikobewertung: von Fall zu Fall wichtig

Riester-Rente

Natürlich reicht die gesetzliche Rente in der Zukunft nicht. Der Generationenvertrag funktioniert nicht mehr. Deshalb fördert der Staat die private Vorsorge und hat die Riester-Rente geschaffen. Und sie lohnt sich doch, auch wenn einige die Bürokratie kritisieren und mit falschen Zahlen jonglieren.

Allein die Zulagen und der Sonderausgabenabzug machen die Riester-Rente rentabel. Jeder Berechtigte erhält 154 € Grundzulage und für jedes Kind 185 € (nach 2008 Geborene sogar 300 €) Kinderzulage.

Voraussetzung für eine volle Förderung ist ein Eigenbeitrag von 4 % des Bruttolohns im Vorjahr, mindestens aber 60 € jährlich. Der Höchstsparbeitrag liegt bei 2.100 €.

Eine gute Lösung, die zukünftig geringere gesetzliche Rente auszugleichen.  
 
Risikobewertung: guter Baustein zur Vorsorge

Basis- oder Rürup-Rente

Die Basisrente heißt umgangssprachlich auch Rürup-Rente und ist seit 2005 eine Möglichkeit der staatlich geförderten Altersvorsorge. Es handelt sich um eine lebenslange Rente, die nicht vor dem 62. Lebensjahr beginnen darf. Die Versicherung ist nicht vererbbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar.

Besonders interessant aber ist der steuerliche Effekt, weil Steuern in der Ansparphase sich von den Steuern in der Leistungsphase unterscheiden. In der Ansparphase können in 2014 maximal 78 % der Beiträge als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Bis zum Jahr 2025 steigt dieser Prozentsatz jährlich um 2 % bis zum vollen Abzug in 2025.

In der Rentenphase beträgt der Steuersatz in 2014 nun 68 % und steigt bis 2020 um ebenfalls 2 %, danach jährlich um 1 % bis 2040. Es gilt aber das Jahr des Renteneintritts nach dem sogenannten Kohortenprinzip.

Trotz der obigen Einschränkungen macht der Steuervorteil vieles wett. Insbesondere bei dem Einsatz von Einmalzahlungen ergibt sich ein kräftiger Steuervorteil durch diese Basisversorgung.

Achtung: der Beitrag ist jährlich auf 20.000 € bei Ledigen und 40.000 € bei Verheirateten begrenzt.   

Risikobewertung: steuerlich gute Vorsorge

Direktversicherung

In der betrieblichen Altersvorsorge gibt es fünf Durchführungswege oder Möglichkeiten vorzusorgen. Neben der Direktzusage, Pensionsfonds, Pensionskasse und Unterstützungskasse ist die Direktversicherung die praktikabelste Lösung.

Ob durch Gehaltsumwandlung oder ergänzt durch einen Arbeitgeberzuschuss, wird durch den Arbeitgeber eine lebenslange Rentenversicherung mit dem Mitarbeiter/in als versicherter Person abgeschlossen.

Der Beitrag der Gehaltsumwandlung ist bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (2014: 2.856 € jährlich) steuer- und sozialversicherungsfrei. Besteht keine Direktversicherung aus der Zeit vor 2005, ist ein weiterer jährlicher Beitrag von 1.800 € steuer- aber nicht sozialversicherungsfrei verwendbar.

Soweit es sich um Gehaltsumwandlung handelt, ist die Rentenversicherung und der Anspruch hieraus vom ersten Tag an unverfallbar und gehört dem Mitarbeiter/in. Bezugsberechtigt sind im Erlebensfall der Mitarbeiter/in und im Todesfall die Hinterbliebenen.

Und wenn der Mitarbeiter/in den Arbeitsplatz wechselt, nimmt er die Direktversicherung einfach mit, denn der neue Arbeitgeber führt den Vertrag dann  weiter – dazu sind alle Arbeitgeber verpflichtet.

Weil die Beiträge zur Rentenversicherung steuerfrei sind, müssen die späteren Renten jedoch versteuert werden.

Risikobewertung: gute Vorsorge

Gesellschafter-Geschäftsführer-Versorgung


Besonders intensiv muss die Möglichkeit der Gesellschafter-Geschäftsführer-Versorgung in Zusammenarbeit mit dem Steuerberater geprüft werden.

Dabei sagt das Unternehmen seinem Gesellschafter-Geschäftsführer eine Altersrente, ergänzt durch die möglichen Bausteine wie Berufsunfähigkeitsrente, Witwen- und Waisenrente zu. Hierfür bildet das Unternehmen Rückstellungen in der Bilanz.

Um kein „blaues Wunder“ zu erleben, ist eine Rückdeckung der Risiken durch einen Versicherungsvertrag m.E. unumgänglich. Der Wert dieser Versicherung ist nach BilMoG mit dem Rückstellungsbetrag zu saldieren.

In der Auszahlungsphase der Versorgung sind diese Beträge entsprechend wieder aufzulösen. Der Gesellschafter-Geschäftsführer oder dessen Hinterbliebene erhalten die zugesagten Leistungen über das Unternehmen aus der Rückdeckungsversicherung.

Weil die Gesellschafter-Geschäftsführer-Versorgung insbesondere steuerliche Fallen in sich birgt, ist eine steuerlich anerkannte Versorgungszusage mit entsprechender Verpfändungserklärung Voraussetzung. Weitere Stichpunkte sind hier zivilrechtliche Wirksamkeit, wirksamer Anstellungsvertrag, Probezeit, kein steuerschädlicher Vorbehalt, keine Überversorgung, keine verdeckte Gewinnausschüttung, Ernsthaftigkeit, Erdienbarkeit, Unverfallbarkeit, Finanzierbarkeit, Üblichkeit und Angemessenheit.

Besonders wichtig ist es, diese Versorgungszusage und die Rückdeckungsversicherung in allen Teilen von Fall zu Fall zu prüfen. Ganz besonders sollte aber bei Änderungen im Unternehmen, beim Gesellschafter-Geschäftsführer, in der Geschäftsleitung und in deren Bezügen geprüft werden, ob und welche Auswirkungen auf die Versorgungszusage und die steuerliche Wirkung dadurch entstehen.

Vorteil ist sicher der hohe, steuerliche Stundungseffekt für das Unternehmen. Besonders zu überlegen ist aber auch, wie mit einer solchen Belastung in der Bilanz im Falle einer Veräußerung des Unternehmens umgegangen werden soll.      

Risikobewertung: gute Vorsorgechance

Schwere-Krankheiten-Absicherung

Während die Berufsunfähigkeitsversicherung eine Rente im Falle der Berufsunfähigkeit gewährt, stellt die Schwere-Krankheiten-Absicherung bei Diagnose einer definierten schweren Krankheit Kapital zur Verfügung.

Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Lähmungen, schwerer Unfall usw. verändern ein Leben drastisch. Beruflich muss man kürzer treten, Kosten werden von der Krankenkasse nicht übernommen, spezielle Behandlungen, Reha-Maßnahmen oder Umbauten im Haus sind erforderlich.

Im Idealfall ergänzen sich die Schwere-Krankheiten-Absicherung und die Berufsunfähigkeitsversicherung. Wo Vorerkrankungen eine Berufsunfähigkeitsversicherung schwierig machen, kann die Schwere-Krankheiten-Absicherung eine Alternative sein. 

Risikobewertung: wichtiger Risikobaustein

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Peter Brückner

"Vorsorge muss geplant und kontrolliert werden."

Peter Brückner, Geschäftsführer RISKO

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